Im vollen Kalender werden Besprechungen oft ohne jeden Zwischenraum eingetragen, sodass eine unmittelbar an die nächste anschließt. Kaum ist ein Gespräch beendet, beginnt bereits das nächste, ohne dass Zeit bleibt, kurz nachzudenken oder sich auf das neue Thema einzustellen. Am Ende eines solchen Tages fühlt sich der Kopf oft erschöpfter an, als die einzelnen Gespräche es eigentlich rechtfertigen würden.
Eine Viertelstunde zwischen zwei Terminen verändert diesen Ablauf spürbar. In dieser kurzen Zeit lässt sich das vorherige Gespräch gedanklich abschließen, bevor die Aufmerksamkeit dem nächsten Thema gilt, statt beides ständig miteinander zu vermischen. Der Kopf bekommt so die Gelegenheit, tatsächlich einen Punkt zu setzen, bevor er sich dem nächsten Thema widmet.
Den Puffer bewusst einplanen
Am einfachsten lässt sich der Puffer direkt beim Einplanen der Termine berücksichtigen, statt ihn nachträglich zu suchen. Wird der Kalender von Anfang an mit etwas Abstand gefüllt, bleibt die Viertelstunde automatisch erhalten, ohne dass sie später verloren geht. Wer den Abstand erst nachträglich einbauen will, verliert ihn fast immer wieder an den nächsten dringenden Termin.
In dieser kurzen Zeit lässt sich kurz aufstehen, ein Fenster öffnen oder ein Glas Wasser trinken. Solche kleinen Handlungen wirken unscheinbar, haben aber einen spürbaren Effekt auf die Konzentration im nächsten Gespräch. Der Körper bekommt eine kurze Erholung, bevor der nächste Termin wieder volle Aufmerksamkeit verlangt.
Auch die Vorbereitung auf den nächsten Termin profitiert von diesem Abstand. Ein kurzer Blick auf die anstehenden Punkte reicht oft schon aus, um besser vorbereitet und mit klarerem Kopf in das nächste Gespräch zu starten. Ohne diesen kurzen Moment beginnt das nächste Gespräch häufig etwas unvorbereitet und mit geteilter Aufmerksamkeit.
Wer regelmäßig eine Viertelstunde zwischen Terminen einplant, merkt schnell, wie viel ruhiger der gesamte Tag dadurch wird. Der ständige Übergang ohne jede Pause verschwindet, und an seine Stelle tritt ein Rhythmus, der sich über den Tag verteilt tragen lässt. Am Abend bleibt spürbar mehr Energie übrig, als es bei einem lückenlos gefüllten Kalender der Fall gewesen wäre.