Eine kurze Zeitspanne für eine einzelne, anspruchsvolle Aufgabe einplanen

Landschaftsillustration

Anspruchsvolle Aufgaben werden im Alltag gerne aufgeschoben, weil sie viel Konzentration verlangen und leicht zwischen kleineren, dringenderen Dingen untergehen. Ohne einen festen Platz im Tagesablauf bleiben sie oft tagelang liegen, obwohl sie eigentlich wichtig wären. Kleinere, leichter erledigte Aufgaben schieben sich dabei immer wieder vor, weil sie ein rascheres Erfolgsgefühl versprechen.

Ein bewusst eingeplanter, kurzer Zeitblock schafft genau den Rahmen, den solche Aufgaben brauchen. Wird die Zeit vorher fest reserviert, bekommt die Aufgabe endlich den Platz, der ihr sonst ständig streitig gemacht wird. Allein das Wissen um den bereits reservierten Zeitblock nimmt zudem etwas von dem schlechten Gewissen, das aufgeschobene Aufgaben sonst begleitet.

Den Zeitblock realistisch wählen

Die Zeitspanne sollte kurz genug sein, um tatsächlich eingehalten zu werden, aber lang genug, um wirklich vorwärtszukommen. Ein zu ambitionierter Block wird schnell wieder verschoben, während ein zu kurzer kaum echten Fortschritt bringt. Ein mittleres Maß, das realistisch in den Tag passt, lässt sich mit der Zeit deutlich leichter einhalten.

In dieser Zeit sollte nur die eine Aufgabe im Mittelpunkt stehen, ohne Ablenkung durch andere, kleinere Dinge. Erst wenn der Zeitblock zu Ende ist, ist wieder Platz für alles andere, was sonst noch am Tag ansteht. Andere, kurzfristig auftauchende Dinge lassen sich für diesen Moment auf einer kurzen Liste festhalten, statt sie sofort zu erledigen.

Es hilft, diesen Zeitblock an einen festen Punkt im Tagesablauf zu legen, etwa an einen Zeitpunkt, an dem die Konzentration erfahrungsgemäß am höchsten ist. So wird er mit der Zeit zu einem festen, verlässlichen Bestandteil des Tages.

Mit einem festen Zeitblock für die anspruchsvollste Aufgabe des Tages bleibt weniger auf der langen Bank liegen. Der Fortschritt wird sichtbar, und das befriedigende Gefühl, wirklich vorangekommen zu sein, stellt sich deutlich häufiger ein. Auch das schlechte Gewissen wegen ständig aufgeschobener Aufgaben verliert mit der Zeit spürbar an Gewicht.